Tabuthema Suizid - Wenn Jugendliche am Leben verzweifeln Viele Jugendliche trauen sich nicht, über ihre Depressionen und Suizidgedanken zu sprechen. Die Tabuisierung und Stigmatisierung in der Gesellschaft verstärken das Schweigen Betroffener.🟠 Hinweis: In dieser Doku geht es um das Thema Suizid und selbstverletzendes Verhalten. Suizid die zweithäufigste Todesursache unter den 15- bis 25-Jährigen und ist nach wie vor ein Tabuthema. Monja hat schon als 13-Jährige Suizidgedanken. Ihr fehlt der Halt ihrer Familie. In der Schule fühlt sie sich ausgegrenzt und gemobbt. Sie wird depressiv, entwickelt eine Essstörung und verletzt sich selbst. Mit 16 Jahren unternimmt sie ihren ersten Suizidversuch und wird im letzten Moment gerettet. Doch ihre schwierige Lebenssituation ändert sich nicht. Sie rutscht immer tiefer in die Depression, versucht mehrere Male sich das Leben zu nehmen und kommt mehrfach in die Kinder- und Jugendpsychiatrie. Durch Zufall stößt sie auf die Internetplattform Helpmail [U25], ein Hilfsangebot für Menschen unter 25, getragen vom Arbeitskreis Leben Freiburg und dem Deutschen Caritasverband. Der Mail-Austausch mit ihrer gleichaltrigen Beraterin Misa wird für Monja ein Anker auf ihrem Weg zurück ins Leben. Emily hingegen leidet unter dem schulischen Druck. Ihre Selbstzweifel werden immer stärker und irgendwann hält sie es nicht mehr aus. “Ich habe mir Gedanken gemacht, wie ich mich umbringen könnte”, erzählt sie. Auch wenn Emily eine sehr gute Beziehung zu ihren Eltern hat, ist es ihr nicht möglich, sich in ihrem depressiven Zustand zu öffnen. Sie schämt sich für ihre depressiven Gedanken und möchte niemanden damit belasten. Emilys Freund Alex ist eine große Stütze. Zusammen mit seiner Schülergruppe drehen sie einen Film über Jugendliche mit Suizidgedanken. Mit einer Petition im Bayerischen Landtag kämpft die Gruppe für mehr Prävention und Hilfsangebote an Schulen. Emily hofft auf Veränderung. Monja schreibt eine letzte Mail an Misa und bedankt sich für ihre Hilfe. Sie ist zuversichtlich: “Ich bin mein eigenes Beispiel, dass es wieder gut werden kann”.