Deutschland und der Atomkrieg | Terra X Ein Gespenst ist wieder da, das seit dem Ende des Kalten Krieges aus der Geschichte verschwunden zu sein schien. Militärmanöver und Übungen für den Ernstfall waren einst in der NATO und im Warschauer Pakt selbstverständlich. Der Atomkrieg ist seit 1945 eine militärische Option. Hiroshima und Nagasaki haben der Menschheit die entsetzlichen Folgen atomarer Waffen vor Augen geführt. Der erste erfolgreiche Atomtest der Sowjetunion stellte 1949 ein Gleichgewicht der Kräfte her. Trotzdem spielten Strategen auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs Szenarien durch, die einen Erstschlag mit Nuklearwaffen nicht ausschlossen. Im Kalten Krieg standen die beiden Deutschland an der Nahtstelle zwischen Ost und West. Der Besitz von Atomwaffen wurde auch in Deutschland diskutiert und schließlich verworfen. Spätestens die Kubakrise führte die Gefahr vor Augen, die eine solche Eskalation mit sich bringen würde. Die Stationierung von Pershing-II-Rakten rief in Westdeutschland eine Friedensbewegung auf die Straße. Zur gleichen Zeit wurde in der Bundesrepublik der Zivilschutz intensiviert. Spezialbunker aus dieser Zeit sind heute noch als Museen öffentlich zugänglich. Ob sie bei einem Atomkrieg Schutz geboten hätten, wird bezweifelt. ⏩ INHALT: 00:00 Intro 00:49 Hiroshima und die Folgen 05:37 Kubakrise 07:24 Zivilschutz in der BRD 09:38 Strategie des Gleichgewichts 11:46 Stationierung Mittelstreckenraketen 14:55 Friedensdemonstrationen 17:07 Abrüstung