đŸ‘©â€đŸš€ Seit 60 Jahren Perry Rhodan

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Seit 60 Jahren Perry Rhodan

Perry Rhodan ist der Titelheld der gleichnamigen deutschen Science-Fiction-Serie, die seit dem 8. September 1961 ununterbrochen wöchentlich in Form von Heftromanen mit einer Druckauflage von etwa 60.000 Heften (Stand: Jahr 2019[1]) bei der Verlagsunion Pabel-Moewig, einer Tochter der Bauer Media Group, erscheint.[2] Bisher sind mehr als 3100 Hefte mit rund 160.000 Seiten erschienen.


Handlung

Die Handlung beginnt im Jahr 1971 n. Chr., in dem die Erde in drei große Lager gespalten ist: den Westblock, einen NATO-Ă€hnlichen Staatenbund unter der FĂŒhrung der USA, die von China dominierte Asiatische Föderation und den weniger bedeutenden, von Moskau gefĂŒhrten Ostblock. Die Menschheit steht kurz vor dem Dritten Weltkrieg zwischen den großen Machtblöcken und damit auch ihrer atomaren Selbstvernichtung.


Die Konfrontation auf der Erde wird auch ĂŒber den Wettlauf zum Mond gefĂŒhrt, den der Westblock gewinnt. Die Handlung setzt mit dem Start des amerikanischen Raumschiffes STARDUST unter dem Kommandanten Major Perry Rhodan ein. Nach der Notlandung auf dem Mond findet die Besatzung auf der erdabgewandten Seite ein havariertes außerirdisches Forschungsraumschiff des menschenĂ€hnlichen Volkes der Arkoniden. Mit dessen Besatzung kommt es auf Betreiben des arkonidischen Wissenschaftlers Crest zum ersten Kontakt zwischen Menschen und Extraterrestriern. Die Arkoniden machen Rhodan deutlich, dass die Menschen nur ein Volk unter vielen in der Milchstraße sind und dort Hunderte von bekannten Zivilisationen existieren und Raumfahrt betreiben.


Mit Hilfe von arkonidischer Technik und nötigem Know-how, das Crest zur VerfĂŒgung stellt, gelingt Rhodan die Verhinderung eines atomaren Weltkrieges: Er landet in der WĂŒste Gobi, verweigert die Herausgabe der außerirdischen Technik an den Westblock und desertiert. Er errichtet in der WĂŒste, inmitten des chinesischen Hoheitsgebietes, einen neutralen Staat, den er die Dritte Macht nennt, und verpflichtet sich und dessen Ziele der gesamten Menschheit. Dem von allen irdischen GroßmĂ€chten zum Weltfeind Nummer eins erklĂ€rten Rhodan gelingt es, weitere Menschen um sich zu sammeln. Gemeinsam stabilisieren sie den jungen Staat und wehren erste Bedrohungen ab.


Mit einem Beiboot des Arkonidenschiffes beginnt Rhodan mit der Erkundung der nĂ€heren galaktischen Umgebung in der Milchstraße. Bei einer dieser ersten Expeditionen zur Wega stĂ¶ĂŸt Rhodan auf ein vor Ewigkeiten angelegtes galaktisches RĂ€tsel. Nachdem er verschiedene Aufgaben gelöst hat, gelangt er zum kĂŒnstlichen Planeten Wanderer und dessen Erbauer, der Superintelligenz ES. Dieses auf einer höheren kosmischen Evolutionsstufe stehende geistige Kollektivwesen gewĂ€hrt ihm und einigen GefĂ€hrten im Jahr 1976 n. Chr. die Relative Unsterblichkeit. Hierdurch gewinnt Rhodan Zeit, seine Ziele langfristig zu verfolgen.


Mehr und mehr Menschen erkennen, dass die Erdbewohner nur vereint in der Ungewissheit ihrer Zukunft bestehen können. Im Lauf der Zeit und im Angesicht der aus der Milchstraße auftretenden Gefahren gelingt es Rhodan und seinen Mitstreitern, die Menschheit zu einen. Die mittlerweile in der WĂŒste Gobi errichtete, hochmoderne Stadt Terrania wird zur Hauptstadt der vereinten Menschheit. Schnell adaptieren die Menschen die arkonidische Technologie. Im Jahr 1990 wird das Solare Imperium gegrĂŒndet und es beginnt die Kolonisation neuer Sonnensysteme und der Aufbau einer galaktischen Zivilisation der Menschen, die sich nun Terraner nennen. Perry Rhodan wird mehrfach durch demokratische Wahlen Regierungschef der Erde und des Solaren Imperiums, das sich durch seinen schnellen Aufstieg zu einem wichtigen Machtfaktor in der Milchstraße entwickelt und immer stĂ€rker die Aufmerksamkeit anderer galaktischer Zivilisationen auf sich zieht. In dieser Zeit wacht der ebenfalls unsterbliche Arkonide Atlan auf der Erde aus seinem Tiefschlaf auf und wird nach Wirrungen zu einem engen VerbĂŒndeten und Freund Rhodans und zu einer bis heute bestimmenden Person neben ihm.


In verschiedenen Handlungszyklen wird das Solare Imperium in den folgenden Jahrhunderten immer wieder bedroht und kĂ€mpft um seinen Bestand. WĂ€hrend des Kampfes gegen die Meister der Insel um 2400 n. Chr. wird enthĂŒllt, dass die heutige Menschheit wie auch die Arkoniden Nachfahren der ersten Menschen, der Lemurer, sind. Die Lemurer kolonisierten und beherrschten von der Erde aus bereits 50.000 Jahre v. Chr. die Milchstraße. Die Epoche des Solaren Imperiums endet erst im Jahr 3460 n. Chr. durch die Invasion der Raumflotten aus dem Konzil der Sieben. Diese extragalaktische Völkergemeinschaft ĂŒbernimmt nach und nach die Kontrolle ĂŒber die Völker der Milchstraße. Um der Besetzung zu entgehen, machen die Terraner die Erde selbst zum Raumschiff und verlassen mit ihr die Galaxis. Menschliche und nichtmenschliche Völker der Milchstraße bilden auf Initiative des zurĂŒckbleibenden Atlan eine galaktische Gemeinschaft, um sich gegenseitig zu helfen und das Konzil langfristig zu bekĂ€mpfen. Rhodan und seine GefĂ€hrten mĂŒssen derweil auf Odysseen durch die Galaxien gegen Superintelligenzen und andere MĂ€chte bestehen. Erst 125 Jahre spĂ€ter wird das Konzil aus der Milchstraße vertrieben und die Erde kehrt ins Sonnensystem zurĂŒck. Dort wird am 1. Januar 3586 n. Chr. die Liga Freier Terraner (LFT) ausgerufen. Sie ist auch in der Handlungsgegenwart der Serie noch die politische Heimat der Menschen.


Der Heftroman 1000 (Der Terraner, Erscheinungsjahr 1980) schildert den Beginn der Neuen Galaktischen Zeitrechnung (NGZ), deren Jahr 1 dem Jahr 3588 n. Chr. entspricht. In der Folgezeit schĂŒtzen Rhodan und seine Mitstreiter die Milchstraße wiederholt vor Bedrohungen. Immer mehr wird deutlich, dass viele dieser Bedrohungen aus Aktionen und Konflikten der Hohen Kosmischen MĂ€chte resultieren, in die die Milchstraße und die Terraner im Besonderen zunehmend verwickelt werden. Im Großzyklus Moralischer Kode wird den Terranern immer deutlicher, dass im Multiversum zwei Seiten um die Hoheit kĂ€mpfen: die Kosmokraten (OrdnungsmĂ€chte) und die Chaotarchen (ChaosmĂ€chte). Terraner wie auch die anderen galaktischen Zivilisationen sind auf deren Spielfeld nur Schachfiguren, da diese MĂ€chte zu entrĂŒckt sind, um auf die BedĂŒrfnisse individuellen Lebens RĂŒcksicht zu nehmen. Rhodan und Atlan werden 425 NGZ zu Rittern der Tiefe geweiht, einem der kosmischen Ordnung verpflichteten Orden. Sie sind damit de facto Vertreter der kosmischen OrdnungsmĂ€chte, ĂŒberwerfen sich spĂ€ter aber mit diesen und versuchen in der Folge, eigene, neutralere Wege zu gehen. Die Unsterblichen bewahren ihre relative Unsterblichkeit (Großzyklus: Zellaktivatoren) und sie entdecken die andere Seite des Universums (Großzyklus: Das große kosmische RĂ€tsel).


In diesen Jahrhunderten vermeidet es Rhodan, sich mit den anderen unsterblichen HandlungstrĂ€gern und Freunden in die politische FĂŒhrung Terras einzumischen. Die Terraner selbst erkennen jedoch wieder und wieder, dass ihre Zivilisation, das Solsystem und auch die Milchstraße Brennpunkte der kosmischen Geschichte und Handlung sind. Obwohl sie sich nach friedlichen, ruhigen Epochen sehnen, sind ihnen diese selten vergönnt.


Der Heftroman 2000 (ES, Erscheinungsjahr 1999) schildert Rhodans RĂŒckkehr an die politische Spitze der LFT im Jahr 1303 NGZ (4890 n. Chr.) und seine Wahl zum Terranischen Residenten. WĂ€hrend dieser Zeit steigt auch das arkonidische Kristallimperium wieder zum beherrschenden Machtfaktor in der Milchstraße auf und wird durch den ebenfalls unsterblich gewordenen Imperator Bostich I. zum schĂ€rfsten Konkurrenten der LFT. Unter Rhodans erneuter FĂŒhrung versuchen die Terraner um den Beginn des 14. Jahrhunderts NGZ (ca. 4.900 n. Chr.) vergeblich, sich aus dem endlosen Konflikt der Hohen Kosmischen MĂ€chte zu lösen und auf eine vermutete, neutrale Seite ĂŒberzuwechseln (Großzyklus: Thoregon). Dieses Vorhaben scheitert letztlich und so sind die Terraner weiterhin eines der wichtigsten Hilfsvölker der Superintelligenz ES, die offiziell klar auf Seiten der OrdnungsmĂ€chte steht, jedoch im Hintergrund anscheinend auch durchaus eigene Ziele verfolgt.


Ab dem Band 2200 zeichnet sich wĂ€hrend des Konfliktes im Sternenozean von Jamondi ab, dass die Lokale Gruppe in den Fokus der Chaotarchen geraten ist. Diese wollen in der nahegelegenen Galaxis Hangay eine NegasphĂ€re errichten. In dieser werden die gĂŒltigen kosmischen Gesetze außer Kraft gesetzt und die ChaosmĂ€chte herrschen. Die Völker der Milchstraße geraten an den Rand ihrer Vernichtung, als sich die zu diesem Zweck von den ChaosmĂ€chten entsandte riesige Raumflotte Terminale Kolonne Traitor der Milchstraße und ihrer Nachbargalaxien bemĂ€chtigt. Rhodan organisiert mit Hilfe vieler VerbĂŒndeter den Kampf gegen die Terminale Kolonne und deren Befehlshaber, die negative Superintelligenz KOLTOROC. Mittels einer Zeitreise in die Vergangenheit kann er die Beseitigung einer anderen NegasphĂ€re beobachten, daraus lernen und Mittel finden, die entstehende NegasphĂ€re in Hangay zu beseitigen. Nur knapp und mit viel GlĂŒck entgehen die Milchstraßenvölker – vorlĂ€ufig – dem schon seit Milliarden Jahren wĂ€hrenden Konflikt zwischen den Hohen Kosmischen MĂ€chten, jedoch verliert Rhodan im Kampf gegen KOLTOROC seine Aura als Ritter der Tiefe.


Die Handlung des im Juli 2009 veröffentlichten Heftromans 2500 beginnt im Jahr 5050 n. Chr. (Jahr 1463 NGZ) und eröffnet den Stardust-Zyklus als neuen Abschnitt der zukĂŒnftigen Menschheitsgeschichte. Er steht im Zeichen weiterer Geheimnisse und einer ultimaten Bedrohung von ES, der terranischen Kolonie in der Galaxis Anthuresta und des Konfliktes mit den VATROX-EntitĂ€ten.


Im Jahre 1514 NGZ gerĂ€t die Milchstraße in den Herrschaftsbereich des "Atopischen Tribunals" (ab Heft 2700), dessen Ursprung in den "Jenzeitigen Landen" liegt, einer bisher unbekannten Region des Universums, zu deren Erkundung Perry Rhodan 1517 (NGZ) eine Expedition startet (ab Band 2800).


Mit Band 3000 "Mythos Erde", der den Start des Zyklus Mythos markiert, findet erzĂ€hlerisch ein Zeitsprung von fast 500 Jahren statt, wobei sich Perry Rhodan und seine Besatzung in einer Milchstraße wiederfinden, in der die Erde und er selbst nur noch eine Legende sind, an deren Wahrheitsgehalt viele zweifeln.