Die Menstruation kann auch ein Segen sein Für mehr als 50 Prozent der Frauen heißt die Menstruation jeden Monat: Krämpfe, Schmerzen, Müdigkeit. Doch andere bejahen und nutzen die Menstruation als weiblichen Taktgeber. Auch die Wissenschaft entdeckt die Periode als Forschungsgebiet. Im Einklang statt im Kampf mit dem Zyklus leben - wie klappt's und wie profitiert Frau davon? Wie sich die Regelblutung auf den jeweiligen Körper auswirkt, ist ganz unterschiedlich, von Frau zu Frau und sogar von Mal zu Mal. Manche haben extreme Schmerzen, andere leiden unter Müdigkeit und Kreislaufproblemen, wieder andere haben eigentlich keine großen körperlichen Probleme und manche Frauen spüren schon biochemische Effekte, die auf die Psyche wirken, bevor es überhaupt zur Blutung kommt. Die Menstruation hat viele Seiten - und birgt Geheimnisse und Tabus. Die Pille gegen Regelschmerzen? Aber wie lässt sich das erreichen? Viele Frauenärzte und Frauenärztinnen empfehlen, auszuprobieren, ob die Pille hilft. Auch die Langzeit-Einnahme ist da eine Option, das Weglassen der Pillenpause, die normalerweise die Menstruation auslöst. Das hat zur Folge, dass gar keine Periode mehr eintritt. Die Cochrane Stiftung kam 2005 zwar zu dem Schluss, dass die durchgehende Pilleneinnahme eine vernünftige Vorgehensweise im Bereich oraler Verhütung sei, doch Martina Dören, Leiterin des Klinischen Forschungszentrums Frauengesundheit an der Berliner Charité, ist skeptisch. Die Evolution habe sich vermutlich etwas dabei gedacht, sagt sie. Richtiges Mittel gegen Menstruationschmerzen finden Schmerzmittel gegen Krämpfe einzunehmen, ist für viele Frauen normal. Aber: welche sind die richtigen? Eins steht fest: Acetylsalicylsäure ist fehl am Platz. Denn es verdünnt das Blut. Hochdosiertes Ibuprofen oder ähnliches ist eine Belastung für Leber und Niere. Welche sanftere Alternativen gibt es? Akupressur kann helfen, zeigte eine Studie der Charité. Auch CBD, Mönchspfeffer und andere Naturheilmittel sind Möglichkeiten. Wie wirksam sind sie? Training statt Couch! Wärmflasche auf den Bauch und dann Ruhe halten. So machen es viele Frauen. Aber: zu wenig Bewegung kann Krämpfe sogar verschlimmern. Wieviel Bewegung oder Sport ist also während der Menstruation gesund? Petra Platen vom sportwissenschaftlichen Institut der Universität Bochum hat untersucht, wie die Menstruation Trainingsergebnisse beeinflusst. Ihr Ergebnis: In der ersten Zyklushälfte sind die Erfolge beim Krafttraining deutlich besser als in der zweiten. Frauen können ihre Leistung steigern, wenn sie auf die Menstruationszyklus Rücksicht nehmen.