Sterbehilfe: Was bedeutet das? Hans-Jürgen Brennecke bekam vor sieben Jahren die Diagnose Burkitt-Lymphom, das zu den am schnellsten wachsenden Tumorarten des Menschen gehört. Im Krankenhaus bekommt er mehrere Chemotherapien, die er sehr schlecht verträgt. Er muss künstlich ernährt werden, es kommt zum Atemstillstand, er leidet auch nach den Therapien unter dauerhaft geschädigten Nerven in Händen und Füßen. Er beschließt, dass, wenn der Krebs zurückkommen sollte, er es nicht noch einmal durchmachen möchte, er dann freiwillig aus dem Leben scheiden will – mit ärztlicher Hilfe. Doch damals war die Beihilfe zum Suizid in Deutschland noch strafbar. Gemeinsam mit der "Deutschen Gesellschaft für humanes Sterben" kämpfte er für ein neues Sterbehilfegesetz, reichte Klage beim Bundesverfassungsgericht ein. Die Beihilfe zum selbstbestimmten Sterben soll straffrei werden. Im Februar 2020 war es so weit: Das Gericht verkündet folgendes Urteil: "Das allgemeine Persönlichkeitsrecht umfasst ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben. Dieses Recht schließt die Freiheit ein, sich das Leben zu nehmen und hierbei auf die freiwillige Hilfe Dritter zurückzugreifen." Doch noch ist das gesetzlich nicht geregelt. Ein Film von Natascha Geier