Schwangerschaft

Alkohol in der Schwangerschaft: Gehirnstruktur des Babys kann sich verändern

Eine schwangere Frau mit einem Glas in der Hand

Wenn Schwangere trinken, kann dies dem Fötus schwer schaden – so viel war schon länger bekannt. Forschende haben nun gezeigt, was dabei im Gehirn passiert: Die Struktur verändert sich und die Entwicklung wird verzögert.

Die Experten der medizinischen Uni Wien um Dr. Gregor Kasprian untersuchten dafür die Gehirne von 24 Föten, die unter Alkoholeinfluss gestanden hatten, im Magnetresonanztomographen (MRT). Dabei können durch starke Magnetwellen Bilder von inneren Organen gemacht werden ohne eine belastende Strahlung wie etwa beim Röntgen. Zuvor wurde bei den werdenden Müttern der mögliche Konsum von Alkohol in der Schwangerschaft durch einen speziellen Fragebogen erfasst.

Im Ergebnis war bei den Föten, die unter Alkoholeinfluss gestanden hatten, die Entwicklung klar verzögert, was sich in einem niedrigeren "Fetal Total Maturation Score" (fTMS) gegenüber der Kontrollgruppe zeigte. Dazu war ein Teil des Gehirns schwacher ausgebildet, der sogenannte Sulcus temporalis superior (STS). Dabei handelt es sich um einen Bereich des Temoporallappens, der unter anderem für die soziale und sprachliche Entwicklung sowie die audiovisuelle Wahrnehmung von Bedeutung ist. "Wir wissen, dass das STS einen großen Einfluss auf die Ausbildung des Sprachvermögens während der Kindheit hat", erklärt Dr. Kasprian.

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Schwangerschaft

Stillen und Alkohol: Alkohol? Kenn dein Limit.

Stillen und Alkohol: Alkohol? Kenn dein Limit.

Stillen und Alkohol sind keine gute Kombination. Wie in der Schwangerschaft gilt auch während der Stillzeit: Ihr Kind trinkt mit. Alkohol schadet der kindlichen Entwicklung und begünstigt Stillprobleme. In welcher Konzentration Alkohol die Muttermilch erreicht, welche Risiken beim Stillen und Alkohol trinken bestehen und welche Folgen ein gelegentliches Gläschen für Ihr Kind hat, erfahren Sie hier.

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Schwangerschaft

Studie: Paracetamol in der Schwangerschaft könnte das spätere Verhalten der Kinder beeinflussen

Paracetamol in der schwangerschaft: ist es sicher?

Auch wenn Paracetamol zu den am häufigsten genommenen Medikamenten in der Schwangerschaft zählt: Ohne Risiko ist es nicht. Vielmehr hat es möglicherweise Auswirkungen auf die neuropsychiatrische Gesundheit der Sprösslinge.

Paracetamolexposition im Mutterleib ist mit einem vermehrten Auftreten von ADHS im Vorschulalter assoziiert. Diesen Zusammenhang ermittelten US-amerikanische Wissenschaftler anhand einer prospektiven Kohortenstudie mit Erstgebärenden. Sie werteten 2423 Mutter-Kind-Paare aus. Die Frauen hatten Auskunft über ihren Medikamentenkonsum gegeben und einen Frage­bogen zur pränatalen Stressbelastung im dritten Trimenon ausgefüllt. Die Verhaltensstörungen der Kinder wurden im Alter von drei Jahren erfasst.

42 % der Frauen hatten während der Gravidität Paracetamol eingenommen. Sprösslinge, die dem Schmerzmittel intrauterin ausgesetzt waren, wiesen höhere Werte in der Child Behavior Checklist auf. Eine signifikante ­Assoziation zeigte sich für Schlaf- und Aufmerksamkeitsstörungen, die mit pränatalem Stress verbunden sind.

Die Studienautoren raten deshalb zur Vorsicht mit der Anwendung von Paracetamol in der Schwangerschaft. Gleichzeitig räumen sie einen möglichen Bias ein: Eventuell war nicht das Medikament die Ursache für ADHS, sondern die pränatale psychische Belastung, welche möglicherweise die werdenden Mütter zur Einnahme des Analgetikums verleitet hatte.

Quelle: Sznajder KK et al. PLoS ONE 2022; 17: e0272593.

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